Großkönigsförde

 

Flugzeugtyp:
Boeing B-17F
Absturzdatum:
13.06.1943
Absturzzeit:
Am Tage
Absturzursache:
Abschuss durch Jagdflugzeuge
Werknummer:
42-29949 "SNAFU"
Rufzeichen:
XM-
Besatzung:
10 Mann (1KIA 9POW)
MACR:
-
Einheit:
 94BG. 332BS.
Startflugplatz:
-
Startzeit:
-
Herkunftsland:
USA

Der schwere Bomber, mit Kurs auf Kiel und aus Richtung Rendsburg kommend, wurde vermutlich bereits über dem Rendsburger Luftraum von deutschen Jagdflugzeugen angegriffen und mehrfach getroffen. Das Flugzeug steuerte brennend auf Groß Königsförde zu und schlug schließlich auf einem Feld nahe des Nord-Ostsee-Kanals auf einem Feld auf. Ein Besatzungsmitglied kam hierbei ums Leben, die anderen neun Mann stiegen noch vor dem Absturz mit den Fallschirmen aus und landeten weit verteilt auf der anderen Kanalseite bei Klein Königsförde. Da die Maschine bei ihrem Absturz ihre Bombenlast noch an Bord hatte, fand man einige hiervon weit verstreut auf dem Feld. Einige der Motoren wurden von der Wucht des Aufpralls von den Tragflächen abgerissen und knapp 100m weit geschleudert. Bei der Recherche vor Ort wurden neben zahlreichen kleineren Flugzeugteilen auf mehrere ausgebrannte Hülsen der Bordwaffen, sowie deren Geschosse gefunden. Auf Grund der ausgebrannten Hülsen - durch das Feuer an Bord zur Explosion gebracht - bestätigte sich das die Maschine zumindest nach dem Absturz gebrannt haben muss. Die Munition wurde vom zuständigen Kampfmittelräumdienst entsorgt.

Die Aussage des Zeitzeugen, dass man nach dem Absturz einige der mitgeführten Bomben aufgefunden und entschärft wurden, deutet darauf hin, dass die Maschine sich noch im Anflug auf Kiel befand. Die Kartierung, der am Absturzort geborgenen Trümmerteile bestätigen ebenfalls die Flugrichtung aus Westen. Die folgende Grafik zeigt die Verteilung des Trümmerfeldes.

Relikt und Beweis eines menschlichen Schicksals: Die Zugöse für einen Fallschirm, am Absturzort aufgefunden.

 

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