Großangriff auf Kiel

Sonntag, 13.06.1943

(1) 76 B-17 flogen nach Kiel, mit dem Ziel Germania-U-Bootwerft, 60 Maschinen trafen das Ziel, 22 Maschinen verloren, 24 beschädigt. 3 Besatzungsmitglieder getötet, 20 verwundet und 213 vermisst. Größter Angriff von (deutschen) Jägern bis heute, gegen die 8. Air Force gezählt.

(2) „Auf dem Wege war heftiges Flakfeuer zu beobachten. Es sollen ca. 80 Flugzeuge eingeflogen sein, wovon 48 Kiel angriffen. Eine größere Anzahl Sprengbomben wurde abgeworfen, die hauptsächlich im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf Häuser zerstörten oder beschädigten und ca. 400 Personen obdachlos machten. 28 Tote sind zu beklagen. In Raisdorf haben die feindlichen Flieger den dort haltenden Lübecker Zug angegriffen. Das kostete auch einige Tote und ca. 50 Verletzte. Dieser Fliegerangriff am Pfingstsonntagmorgen brachte viel Kummer und Sorgen in manche Familie“.

(3) „Am 1. Pfingsttag morgens halb zehn ging es wieder los. Damit hatte niemand gerechnet. Raisdorf bekam den ersten Segen. 2 Bomben, eine Wasserwerk, eine bei Langmaak, Haus und Stall zerstört. Franz Betschka war gerade auf Urlaub hier, wurde am linken Bein schwer verletzt, war auf dem Weg nach Hause. 3 Bomben bei Ladehofs Teich. 3 in Wilhelms Garten, vollständig verwüstet. 1 Bombe neben der Bahn aufs Gleis, wie gerade der Zug hielt. Ein wahres Blutbild wurde unter den Fahrgästen angerichtet. Man sagt 7 Tote und über 50 Verletzte. Dann links und rechts vom Fernsichtweg auf den Koppeln große Trichter, auf dem Fernsicht, und Grundstück 4 Bomben, eine halb vom Haus, der Platz ist schwer mitgenommen. Und dann das Schwentinetal von einem bis zum anderen mit Trichtern übersät. Dort sollen 90 Bomben gefallen sein mit denen von Raisdorf sind es bestimmt 100. Die Werke haben sie treffen wollen, ging diesmal noch daneben. Das schöne Schwentinetal ist ganz verschandelt. Dann Dietrichsdorf, Wellingdorf, Laboe beworfen. 36 Tote standen in der Zeitung

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